Testbericht: Sony Ericsson C902

Von Michell Bak, 31. Juli 2008. Übersetzung von xell.

Das Sony Ericsson C902 ist das neueste Cyber-shot-Handy auf dem Markt und mit seiner leicht überarbeiteten Kamerasoftware und zusätzlichen Funktionen auch das beste, obwohl ein Xenon-Blitz fehlt. Auch wenn das C902 gut ausgestattet ist, so ist doch das beeindruckendste ohne Zweifel die Verarbeitungsqualität und die Haptik.


Offizielle Produktbilder des Sony Ericsson C902

Vorteile

  • Quadband GSM / EDGE / UMTS 2100 / HSDPA 2100
  • Bluetooth 2.0 + EDR
  • Extrem gut verarbeitet
  • Ansprechendes Design und gute Haptik
  • Software des Geräts
  • Lautsprecher
  • Kamera leistet gute Arbeit
  • Gute Gesprächsqualität und Netzempfang
  • Mitgelieferter USB-Speicherkartenleser

Nachteile

  • 3G-Unterstützung nur im 2100-MHz-Band
  • Display ist nur 2 Zoll groß
  • Kein GPS
  • Kein WLAN
  • Kein Xenonblitz
  • Von Zeit zu Zeit langsame Benutzeroberfläche

Ich muss sagen, dass das Handy, das dem C902 am ähnlichsten ist, wohl das langsam in die Jahre kommende T650 ist. Beide sind sehr gut verarbeitete dünne Geräte, die nett aussehen und eine gute Kamera haben. Von den Eigenschaften her ist es dem K850 ziemlich ähnlich, allerdings gibt es ein paar Software- und einige Hardwareunterschiede.

Die Verpackung des C902 ist der des K800/K810/K850 recht gleich. Alles ist im Inneren in weitere kleine Schachteln eingepackt. Abgesehen vom Gerät selbst und dem Akku findet sich dort noch ein Ladegerät, ein USB-Kabel, ein Standard-Stereoheadset, eine Armschlaufe aus Leder, der CCR-70-USB-Kartenleser, eine Software-CD und die üblichen Handbücher undsoweiter. Alles in allem also eine nette Ansammlung von mitgeliefertem Zubehör.

Unglaublich gut gebaut

Das Display des C902 ist mit 2 Zoll Diagonale vergleichsweise klein. Die Auflösung sind die üblichen 240 x 320 Pixel, was mehr als genug ist um Inhalte scharf darzustellen. Es kann bis zu 262.144 Farben darstellen, welche satt und leuchtend sind. Das Display lässt sich in der Sonne gut ablesen, ist aber nicht so gut wie die des K850 oder W760. rund um das Display befinden sich acht berührungsempfindliche Kameratasten, die sehr gut funktionieren - doch dazu später mehr!

Kommen wir als nächstes zur Tastatur. Ich persönlich bin nicht gerade ein großes Fan. Die Tasten sind schwer zu drücken und geben kaum Rückmeldung. Zusätzlich sind sie auch noch eng beieinander, wodurch sie noch schlechter zu bedienen sind. Die oberen Tasten, Navipad und Softkeys gehen etwas besser als die Zifferntasten, sind aber auch weit vom Optimum entfernt.

Das C902 ist 108 x 49 x 10.5 Millimeter groß. Damit ist es tatsächlich etwas lang, was mit herausgezogener Kamera noch stärker zum Tragen kommt. Die dünne Taille gleicht das allerdings wieder aus. Das C902 bringt 107 Gramm auf die Waage, was hauptsächlich am Metallgehäuse liegt. Dieses Gewicht in Verbindung mit der Schlankheit lassen es sehr gut in der Hand liegen.
Das C902 ist in zwei Variationen erhältlich: Swift Black und Luscious Red. Mein persönlicher Favorit ist das Luscious Red, da die rote Farbe rund um die Front und auf der Rückseite das Gerät ein wenig interessanter wirken lassen.

Die Rückseite des C902 ist recht schlicht. Sony Ericsson hat sich für einen kraftvollen Lautsprecher entschieden und die Kamera mit einem speziellen Mechanismus geschützt. Ich bin nicht sicher wie beständig dieser Schiebmechanismus ist, aber er schien standhaft in den drei Wochen, die ich es hatte.

An der linken Seite befindet sich der FastPort-Anschluss für’s Aufladen, für Datenübertragung und zum Musikhören, und sonst nichts. Die rechte Seite ist ebenfalls schlicht, obwohl sich hier der Kameraauslöser und die Zoom-/Lautstärketasten befinden. An der Stelle platziert, lassen sie sich komfortabel bedienen, wenn man im Kameramodus ist. Während der Musikwiedergabe allerdings ist die Position nicht so toll.

Unten finden sich ein Paar Mikrofone (ja, zwei!), oben nichts.

Der Akkudeckel nimmt nahezu die gesamte Rückseite ein. Er kann sehr leicht entfernt werden und zeigt dann das Metallgehäuse des C902. Darunter liegt auch der Speicherkartenslot, ebenso wie den Platz für die SIM-Karte und den Akku. Dieser ist der Standardakku BST-38 mit 930 mAh (Li-Po). Die offiziellen Angaben zur Laufzeit klingen richtig gut - 400 Stunden Standbybetrieb (350 in 3G-Netzen) bzw. 9 (3½ in 3g-Netzen) Stunden Sprechzeit. Meine Erfahrungen mit dem C902 zeigen, dass diese Angaben ziemlich genau sind, das ist großartig!

Benutzeroberfläche

Der wichtigste Faktor, wenn es um die Entscheidung geht, ob eine Oberfläche gut ist oder nicht, ist die einfache und schnelle Bedienbarkeit. Die A2-Plattform in Sony Ericssons Mittelklasse-/Oberklassehandys wurde mit neueren Geräten wie dem C702, C902 und W760 signifikant verbessert.Die ersten frühen Versionen dieser Plattform wurden für ihre Instabilität und Langsamkeit gerügt. Ich kann allerdings ohne Zweifel sagen, dass die meisten Probleme nun der Vergangenheit angehören - aber wohl in den meisten Geräten außer dem C902. Mir sind einige Bugs aufgefallen: So z.B. als ich eine Reihe Fotos via Bluetooth sendete und die Menüs mehrere Sekunden zum Öffnen brauchten. Als ich später nochmals probierte, klappte es nämlich ohne Probleme - seltsam. Die Geschwindigkeit insgesamt ist bedauerlicherweise etwas langsamer als in anderen Geräten mit dieser Softwareplattform. Es ist keinesfalls so schlecht wie mit den frühen K850-Versionen, aber dennoch ermüdend. Hoffentlich wird das noch beseitigt.

Die Oberfläche ist graphisch beeindruckend und zeigt, was immer man möchte - wird aber von der Displaygröße etwas in der Freude gebremst. Das C902 wird mit fünf vorinstallierten Themes ausgeliefert, und obwohl dort für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte, sind sie doch alle recht dunkel mit Ausnahme eines eher langweiligen Themes. Glücklicherweise kann man tausende von kostenlosen Themes auf Seiten wie eSeth.net für sein Handy herunterladen oder sogar selbst erstellen.

Das Menülayout ist aus einer Liste von Optionen selbst wählbar. Die Symbole können traditionell geordnet werden, als Karusell, als Einzelsymbole oder wie es im aktuellen Theme festgelegt ist - das meint Flashmenüs.
Karusell und Einzelsymbole sind im täglichen Gebrauch wohl die, die am meisten Zeit brauchen.

Eines der primären Features von Sony Ericssons Handys ist das Aktivitätenmenü. Unglücklicherweise übersehen es die meisten Nutzer auch. Es ist im Prinzip ein Popup, in dem man neue Nachrichten, verpasste Anrufe oder Kalendereinträge sehen kann, Anwendungen und Spiele öffnen und eine ganze Reihe von Verknüpfungen anlegen kann.

Ich habe bereits in früheren Testberichten meine Meinung zum neuen Softkey-Layout geäußert, daher werde ich hier nicht weiter darauf eingehen. Es ist einfach zu bedienen und Umsteiger werden sich schnell daran gewöhnen. Nach einer gewissen Zeit fand ich es im täglichen Gebrauch besser und schneller.

Anwendungen

Das C902 hat zwei vorinstallierte JAVA-Anwendungen, Face Warp und Photo Mate. Face Warp ist eine ziemlich witzige Anwendung, die manche bestimmt schon einmal ausprobiert haben. Der Name spricht für sich selbst - man nimmt ein Foto von jemandem auf (mit der Anwendung oder one) und kann dann diverse Verzerrungsfilter anwenden. Photo Mate ist das perfekte Programm für Anfänger. Es bringt einem alles bei, was man über die Nutzung der Kamera im Handy wissen sollte und zeigt Vorher-Nachher-Bilder. Die Anwendung enthält neun Lektionen, aber man muss manche vor der Verwendung herunterladen.

Der Dateimanager ist absolut brillant. Er sortiert Dateien nach Art, somit gehen Kamerabilder in einen Ordner, normale Bilder in einen anderen, Musik, und so weiter. Der Dateimanager kann außerdem zwischen allen Quellen, Telefonspeicher und Speicherkarte wechseln. Das klappt wirklich gut. Man kann weiterhin die meisten Standardanwendungen wie Kopieren, Markieren mehrerer Dateien, Umbenennen, Verschieben, Erstellen neuer Ordner etc. durchführen. Natürlich kann man Dateien aus dem Dateimanager heraus verschicken und im Falle von Bildern und Videos auch bearbeiten.

Die Kalenderfunktion wird meinen und den Anforderungen der meisten Leute sicher gerecht. Sie wurde im Vergleich zu vorherigen Handys leicht verbessert. Wie man erwarten kann, ist es möglich detaillierte Informationen zu Einträgen zu hinterlassen, Notizen, Erinnerungen, außerdem in den Einträgen suchen. Samstage werden blau, Sonntage rot hervorgehoben.

Das C902 unterstützt weiterhin Synchronisation über SyncML oder Micosoft Exchange ActiveSync

Die anderen Funktionen beinhalten die Weckfunktion, Aufgaben, Notizen (die auch im Standby anzeigbar sind), Codememo (um seine Passwörter sicher aufzubewahren), einen Timer und eine Stoppuhr.

Das C902 bietet ein paar ortsbezogene Dienste inklusive Google Maps. Das funktioniert auch ganz gut, klar ist allerdings, dass man für volle Nutzung aller Dienste einen externen GPS-Empfänger braucht.

Das Medienmenü organisiert so ziemlich alle Medien auf dem Gerät, inklusive Fotos, Musik, Videos, Spielen und RSS-Feeds. Hier vorerst einige Screenshots, in den Abschnitten zu Kamera und Musikplayer werden wir genauer darauf eingehen.

Kamera

Die Kamera des C902 bietet eine Auflösung von 5 Megapixeln, ebenso wie Autofokus und eine spezielle LED, von Sony Ericsson Photoflash genannt. Diese Art LED-Leuchte ist die beste, die ich je gesehen habe - sie ist wirklich kraftvoll und braucht nur kurze Belichtungszeiten. Dadurch werden die Bilder nicht so verwackelt wie mit einer normalen LED. Außerdem mag ich, dass die Farben nicht drastisch verändert werden, wenn man bei Tageslicht Fotos schießt und aus irgendeinem Grund der Blitz losgeht. Der Xenonblitz hätte das Tageslicht-Bild wirken lassen wie ein Nachtfoto, das passiert mit der Photoflash-LED nicht.

Die Kameraoberfläche werden viele sehr gut kennen. Es funktioniert großartig und ist einfach zu bedienen. Man kann sehr leicht Modi wechseln, Einstellungen anpassen etc. und hat dabei stets den Sucher im Hintergrund. Ein kleines “Aber” gibt es dennoch. Die Oberfläche ist etwas träge, wie der Rest des Handys auch. Das wird hoffentlich in einem zukünftigen Update beseitigt, da es sehr ermüdend ist, 2-3 Sekunden auf Menüs zu warten, wenn man Fotos per Bluetooth schicken will, oder 3 Sekunden darauf, dass die Kamera startet.

Die folgenden Einstellungen sind verfügbar, die meisten auch im Videomodus.

  • Aufnahmemodus - Normal, BestPic, Panorama, Rahmen
  • Szenen - Automatisch, Nachtszene, Landschaft, Porträt, Strand/Schnee, Sport, Dokument
  • Bildgröße - 5 MP, 3 MP, 2 MP, 1 MP, VGA (640 x 480)
  • Autofokus - Automatisch, Gesichtserkennung, Makro, Unendlich
  • Blitz - Automatisch, Aus
  • Selbstauslöser - Aus, Ein
  • Messmodus - Normal, Spot
  • Weißabgleich - Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe
  • Effekte - Aus, Schwarzweiß, Negativ, Sepia
  • Bildqualität - Fein, Normal
  • BestPic - Schnell, Langsam
  • Überprüfung - Ein, Aus
  • Stabilisator - Ein, Aus
  • Position hinzu - Ein, Aus
  • Speicherziel - Speicherkarte, Telefonspeicher
  • Verschlusston - Ton 1, Ton 2, Ton 3, Ton 4, Aus
  • Automatisches Drehen - Ein, Aus
  • Einstellungen rücksetzen

Zusätzlich zu diesen Einstellungen im Menü hat das C902 acht Tasten um das Display für die Funktionen Modus (Kamera, Video, Ansicht), Fokus, Aufnahmemodus, Szenen, Selbstauslöser und Blitz. Diese Tasten reagieren sehr schnell und ihre Position macht sie leicht nutzbar.

Sehen wir uns nun ein paar der besten Bilder an, die ich aus dem C902 herausbekommen habe.

In Sachen Details sollten die meisten Leute sehr zufrieden mit dem C902 sein, besonders unter guten Bedingungen. Wenn diese nicht so gut sind und die Ausleuchtung schlecht, wird man ohne Zweifel vom C902 enttäuscht. Obwohl der Blitz besser als normale LEDs ist, kann es nicht mit einem echten Blitz mithalten.
Wie man an den Beispielen sieht, ist mit den Details alles in Ordnung, es liegt schlicht an der Software.

Und wenn es um Software geht, fällt das C902 hart zu Boden. Die Kamerasoftware ist einfach nicht gut genug und besonders dann nicht, wenn es um den Umgang mit Licht und manchmal auch Farben geht. Fotos sind oft überbelichtet und kommen mit blassen Farben. Ich habe außerdem bemerkt, dass es Probleme mit der Verschlussgeschwindigkeit und der Bildverarbeitung gibt, was die Bilder noch schlechter aussehen lassen kann. Die Rauschunterdrückung ist ebenfalls nicht die beste.

Nachdem das gesagt ist, bleibt die Software dennoch besser als die des K850, und die Bilder des C902 sind unter guten Bedingungen meist etwas besser als die des K850. Unter schlechten Bedingungen hat das K850 allein aufgrund seines Xenonblitzes einen Vorteil.

Videos werden im MP4-Format (H.263 Codec) aufgezeichnet, in QVGA-Auflösung bei einer ungefähren Bitrate von 450 Kbps (recht viel für diese Auflösung) und 28-29 Bildern pro Sekunde, was der Vorgabe von 30 Bildern pro Sekunde akzeptabel nahe kommt. Wenn du QuickTime installiert hast, kannst du dich von der Qualität hier selbst überzeugen. Wenn nicht, kannst du die Datei hier herunterladen, in dem du auf den Link rechtsklickst und das Video speicherst.

Die Schnappschüsse und Videos können in der Medienanwendung betrachtet werden, indem man entweder vom Kamera-/Videomodus in den Abspielmodus wechselt oder die Anwendung direkt aus dem Menü aufruft. Hier können alle Inhalte durchsucht werden, an Familie und Freunde geschickt sowie mit Tags versehen werden sowie Fotos vergrößert, auf der Landkarte angezeigt (falls mit Geotag versehen), editiert, mit PhotoFix aufgewertet oder in einer Slideshow angezeigt werden.

Musik

Der Musikplayer im C902 entspricht im Wesentlichen dem Walkman der dritten Generation ohne entsprechendes Branding und Gimmicks wie SensMe und Shake Control.

Das C902 unterstützt eine Reihe von Audiocodecs, inklusive MP3, AAC, AAC+, eAAC+, RealAudio 8, und verschiedenen WMA-Versionen. Im Prinzip werden die abspielbaren Formate den meisten Leuten genügen, allerdings werden manche Codecs wie OGG nicht unterstützt.

Die Benutzeroberfläche sieht wie die des Walkmanplayers ziemlich schick aus und ist schnell und leicht zu bedienen. Man kann diverse Dinge einstellen, so z.B. den Equalizer, Soundeinstellungen, Wiedergabeoptionen und automatisches Drehen.

Ich denke nicht, dass die Mehrheit der potentiellen Käufer ein Problem hätte, mit dem C902 einen MP3-Player zu ersetzen. Die Audioqualität ist gut, wenn man entsprechend höherwertige Kopfhörer nachkauft. Wenn man es als einzigen Musikplayer einsetzen möchte, sollte man auf jeden Fall noch ein besseres Headset und eventuell eine größere Speicherkarte dazu holen.

Das eingebaute FM-Radio ist eine weitere großartige Funktion des C902. Optisch ist es nicht so beeindruckend wie bei den neuesten Walkmanhandys, aber das ist vernachläsigbar. Das C902 kann bis zu 20 Sender automatisch speichern. Die Frequenzen werden mit der Information gespeichert, die gerade über das RDS gesendet wird. Das kann der Name des Senders sein, der Titel, der gerade läuft, oder andere Infos, wenn der Sender das unterstützt. RDS springt automatisch auf eine Frequenz mit besserem Empfang, falls verfügbar. Das klappt alles sehr gut.

Eine der coolsten Anwendungen von Sony Ericsson ist die TrackID-Funktion, diese ist ebenfalls über das Radio abrufbar. Hierbei wird ein kurzer Ausschnitt des Liedes aufgezeichnet und an einen Server gesendet. Nach sehr kurzer Zeit wird die Titelinformation im Browser angezeigt, wenn der Titel in der riesigen Gracenote-Datenbank war. Das ist ein wirklich nützlicher kostenloser Service (es fallen aber Kosten für die Datenübertragung an, je nach Tarif).

Spiele

Das C902 hat drei vorinstallierte JAVA-Spiele.

Café Solitaire kombiniert nicht weniger als zwölf Solitär-Spiele, darunter Klondike, FreeCell, Spiderette und Pyramide. Um ehrlich zu sein hat mich das zu Anfang nicht gerade vom Hocker gehauen, aber dann ich sah wie leicht verständlich die Spiele sind und dass es auch nicht unbedingt schlecht aussieht. Es ist außerdem mehr als nur ein Kartenspiel, man kann seine eigene Spielfigur erstellen und seinen Wünschen anpassen. Um es noch interessanter zu machen, kann man das Spiel mit Freunden spielen, Punkte sammeln und das Café ausbauen.

Foto Quest Fishing dreht sich rund um’s Schießen spektakulärer Unterwasserbilder von Fischen aller Art. Das Spiel versetzt einen nach Paradise Island, wo die Strandbesitzerin Ula Aufträge erteilt. Sie wird auch über die Qualität der Bilder entscheiden - wieviele Fische man aufnehmen konnte, ob etwas das Bild stört und so weiter. Es ist ein wirklich cooles Spiel, allerdings hätte ich es lieber im Querformat gespielt und auch den Auslöser im Spiel selbst zum Aufnehmen der Bilder genutzt.

Need for Speed Pro Street ist ein wirklich nettes 3D-Rennspiel, das zur Steuerung den eingebauten Beschleunigungssensor nutzt. Das bedeutet, dass man sein Auto durch Hinundherbewegen des Handys steuern kann. Nach links kippen - man fährt nach links, nach unten kippen - man beschleunigt usw. Natürlich kann man es auch über das Navipad steuern. Dargestellt werden kann es im Porträt- und im Querformat, letzteres eignet sich generell besser für Rennspiele. Das gleicht dann auch etwas das kleine Display des C902 aus.

Browser und Verbindungen

Das C902 ist ein Quadband-GSM-Handy mit EDGE-Unterstützung, außerdem für UMTS und HSDPA im 2100-MHz-Netz. Keine Liebe für Amerika, so scheint es. Zusätzlich bietet es Bluetooth 2.0 mit EDR für erhöhte Datenraten. Bluetooth hat etwa 140 Kilobyte pro Sekunde, was sehr hoch ist. Es unterstützt ebenso das A2DP-Profil für kabellose Audio-Übertragung. Desweiteren lässt sich das Handy auch per USB an einen Rechner anschließen. Datenübertragungen sind recht schnell, wenn man diesen Modus gewählt hat. Das C902 hat kein Infrarot.

Der Standardbrowaser ist Access NetFront 3.4. Das ist ein guter Browser für Nicht-Smartphones, dennoch ist der mächtige Opera Mini besser. Der Netfront 3.4 bietet einen “Mauszeiger”, mit dem es einfacher wird, durch’s Web zu surfen. Um eine Übersicht einer Seite zu bekommen, bietet es einen Vollbild-Zoom, der sehr nützlich ist.

NetFront 3.4 unterstützt CSS, HTML, xHTML und kleine Javascripts. Es kann keinerlei Flash-Inhalte anzeigen. Der Browser dreht sich automatisch mit, wenn man das Handy ins Querformat bewegt.

Der Browser hat außerdem eine Google-Suche und eine Verknüpfung zu Sony Ericssons Musikservice m-buzz auf der Startseite. Man kann dort ebenso seine RSS-Feeds, den Verlauf (Protokoll) und die Lesezeichen verwalten.

Wenn eine Website RSS-Feeds unterstützt (so wie dieses Blog), wird man in Form eines kleinen RSS-Symbols oben im Browser darauf aufmerksam gemacht. Man kann diesen dann hinzufügen, wenn man möchte. Falls man nicht jedes Mal das RSS-Menü aufrufen möchte, um auf Aktualisierungen zu prüfen, kann man die Feeds auch direkt im Standby anzeigen lassen und das Aktualisierungsintervall einstellen. Eine brillante Lösung!

Wie viele andere Sony Ericssons auch unterstützt das C902 die meisten Emaildienste, inklusive Gmail, Hotmail und Yahoo! Mail, obwohl man jedes manuell einstellen muss (entweder IMAP4 oder POP3), wenn man nicht das webbasierte Setup von SE verwenden kann oder möchte.

Kontakte

Das W760 bietet Platz für 1000 Kontakte mit 7000 Nummern. Das sollte für die meisten reichen, ich habe noch von niemandem mit mehr als 1000 Kontakten gehört. Folgende Details können hinterlegt werden:

  • Name
  • Nummer (Mobil, Mobil (privat), Mobil (geschäftlich), Privat, Geschäftlich, Fax und Andere)
  • E-mail (bis zu 3 E-mailadressen)
  • Website
  • Bild
  • individueller Klingelton
  • Sprachbefehl
  • Arbeitsinformationen (Titel, Firma, Straße, Stadt, Staat, Postleitzahl und Land)
  • Persönliche Informationen (Straße, Stadt, Staat, Postleitzahl und Land)
  • Info (Notizen)
  • Geburtstag (kann zum Kalender hinzugefügt werden)

Ich bezweifle, dass die meisten Leute mehr bräuchten. All das kann mit dem Rechner synchronisiert oder kabellos per Bluetooth o.ä. an ein anderes Handy gesendet werden. Man kann außerdem seine eigene Visitenkarte erstellen und auch diese per Bluetooth, Email, SMS oder MMS verschicken.

Das C902 bietet ein Backup an, man muss sich also keine Gedanken um einen Verlust der Kontakte machen. Man kann bis zu neun Kurzwahl-Kontakte festlegen, außerdem Kontaktgruppen, wenn man eine Nachricht allen Arbeitskollegen oder der Familie auf einmal senden möchte.

Nachrichten

Das C902 unterstützt sowohl MMS als auch SMS. Die Nachrichtenanwendung kann außerdem mit Sprachnachrichten umgehen, das habe ich aber nicht getestet.

Das Verfassen einer Nachricht ist schlichtweg genial, und das T9-Wörterbuch - wie auch der Gebrauch dessen - ist meilenweit vor der Konkurrenz! Da das C902 EMS unterstützt, kann man Smilies, Animationen, Soundeffekte und kleine Schwarzweißbilder hinzufügen. Eine große Zahl an Symbolen kann eingefügt werden, man kann Kopieren und Einfügen nutzen, die Schreiboptionen ändern (z.B. Schreibsprache, Wörterbuch, Wortvorhersage und -vorschläge. Falls das getippte Wort nicht im Wörterbuch enthalten ist, kann man es natürlich hinzufügen, um es später ohne Probleme eingeben zu können.

Anrufe

Anrufe können entweder getätigt werden, indem man einen Kontakt aus dem exzellenten Telefonbuch wählt, oder eine Nummer im Standby eingibt. Wird letzteres getan, ist das C902 nicht einfach nur ein Telefon, es durchsucht automatisch die Kontakte nach nützlichen Informationen, basierend auf den gedrückten Tasten. Verwirrt? Sagen wir, ich will jemanden anrufen, dessen Nummer in meinem Telefonbuch ist. Wenn ich folgende Tasten drücke, wird das C902 automatisch die Kontakte filtern: 2 (für ‘C’), 6 (für ‘o’) und 6 (für ‘n’). Also habe ich im Prinzip einen Teil einer Telefonnummer eingegeben, aber das Handy hat außerdem eine Suche nach Kontakten durchgeführt, auf die meine Eingabe zutreffen könnte. Das ist extrem clever und funktioniert traumhaft. Bei vielen gespeicherten Kontakten kann es allerdings etwas langsam reagieren.

Das C902 bietet sowohl normale als auch Videotelefonie. Ich habe letzteres nicht selbst ausprobiert, da ich es schlicht nicht nutze. Die Sprachtelefonie ist allerdings sehr gut. Da das C902 zwei Mikrofone besitzt ist die Tonqualität hervorragend. Die Anruflautstärke ist für mich ausreichend, ich habe außerdem kaum Rauschen in der Leitung bemerkt, was gut ist.
Während des Testzeitraums hatte ich keinerlei Probleme mit dem Empfang.

Die Anruflisten können bis zu 30 Anrufe enthalten. Meiner Meinung nach könnten die Listen leicht erweitert werden. Es wäre schön, die Anruflänge nachzuschlagen, oder zumindest wann der Anruf endete.
Die Anrufe werden nach vier Kategorien geordnet: Alle Anrufe, Angenommene, Gewählte, Verpasste.

Fazit

Die Hauptnachteile des C902 liegen im Hardwarebereich. Es gibt kein GPS, kein WLAN, die Kamera hat keinen Xenonblitz (zur Verteidigung muss man sagen, dass die LED ihren Job gut macht). Außerdem wäre da noch das vergleichsweise kleine Display und die mangelnde Unterstüztung für amerikanische 3G-Netze. Davon ab sprechen wir nur von kleineren Softwareproblemen, die mit zukünftigen Updates beseitigt werden sollten.

Ansonsten mag ich so ziemlich alles an dem Handy. Die Verarbeitungsqualität und Haptik ist schlicht fantastisch, es unterstützt alle europäischen Netze, bietet schnelle Bluetooth-Übertragungen, ist als Telefon sehr gut und hat zudem noch eine angemessene Kamera.

Der Preis des Geräts passt dazu recht gut. Er ist geringer als der ursprüngliche Preis des K850, obwohl es etwas besser ist. Es kostet in Dänemark ohne Vertrag etwa 320€. Das ist nicht viel für eins von Sony Ericssons besten Nicht-Smartphones.

Anmerkung des Übersetzers: Dieser Preis entspricht in etwa auch dem Durchschnitt in Deutschland.

Der Akku reicht im Durchschnitt für etwa vier Tage bei normalem Gebrauch. Das ist ganz nett und sollte den meisten genügen.

Wenn man alles zusammenrechnet, ist es dann empfehlenswert? Das kommt drauf an. Wenn man viele SMS schreibt, nicht - man wird die Tasten hassen. Wenn man ein fortschrittliches Kamerahandy sucht, sollte man wenige Monate auf das C905 warten. Das wird zwar mehr kosten, ist dafür aber auch sehr viel besser. Wenn man genau jetzt ein Kamerahandy braucht, sollte das C902 genügen. Wenn man einfach nur ein Handy sucht, das von allem etwas kann, ist das C902 eine gute Wahl, obwohl es in dieser Kategorie viele Alternativen gibt.

[Testbericht basiert auf der Firmwareversion R3BA035]

Testbericht Sony Ericsson C902
Design 9
Akku 8
Kamera 8
Musik 7.5
Anrufe 8
Wert 8
- 2D game -
- 3D game 10.9 fps
- Fillrate -
- Polygon -
- PNG score 76 p
- JVM score 1838 p
- Gesamt 1920 p
Sehr gut

6 Antworten to “Testbericht: Sony Ericsson C902”

Kommentare

  1. Andreas Krammer sagt:

    hey !

    hätte eine frage habe mir gestern das C 902 gekauft suche jedoch vergeblich nach einer opera mini version fürs C 902 kannst du mir vl. helfen

    18:45 on 8/8/08
  2. Marlon sagt:

    hi!
    Hab mal ne frage:
    ich will mir das se c902 kaufen jedoch weiß ich nicht wie die videoqualität ist..
    ist sie verpixelt oder klar?
    Lg Marlon

    18:13 on 8/15/08
  3. marven sagt:

    hey tut mir leid das ich dir keine antwort liefern kann…..aber ich habe selber ne frage…..
    ich habe mir das c902 zugelegt habe bisschen rumgeguckt und bei einer sache komme ich nicht weiter die eigentlich selbstverständlich wär….wenn ich ein normales bild (das ich auf mein handy gepackt habe vom pc) ein ganz normales!….und wenn ich es dann als hintergrund einstelle, ist es tootall verpixelt!!….woran liegt das egal ob ich standart format oder maximiere es ist verpxelt aber wenn ich mir das bild im album ansehen ist es ganz normal und ohne verpixlung…wieso verpixelt das handy das bild wenn ich es als hintergrund oda bildschonschirmer einstelle??
    pls antwortet….thx

    02:04 on 8/30/08
  4. fabster sagt:

    Hi,

    habe mir das Handy selber vor einigen Wochen gekauft. Ist es normal, dass das Anschalten so lange dauert? Zunächst schalte ich es an indem ich den Auflege-Knopf drücke, dann dauert es lange bis ich zum Auswahlmenü für “Normal” oder “Flug-” gebrauch komme und erst dann komme ich zur Pineingabe. Von da an geht es schnell. Gibt es eine Möglichkeit das Booten zu beschleunigen? (Softwareupdate oder ähnliches?) Oder ist mein Telefon vielleicht kaputt?

    Vielen Dank für Antworten…..

    14:38 on 9/15/08

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